Noch bis zum 03. Okotober 2011 kann man in der Orangerie des Schlosses Glienicke von 10 bis 18 Uhr eine kleine Ausstellung über die Geschichte der Deutschen Teilung besuchen. Hier teilte der “Antifaschistische Schutzwall” die Menschen auf besonders bedrückende, drastische Weise: So befand sich im Ort die schmalste Stelle der DDR (ca, 15 m) und es musste eine Beerdigung getrennt durch Stacheldraht stattfinden. Traurige Bilder.

Die Ausstellung wird eingeleitet mit einem kleinen Streifzug durch die Geschichte des Dorfes und seiner Bewohner, stimmungsvoll im Gewächshaus angelegt. Medial kommt der Besucher voll auf seine Kosten: Zahlreiche Fotos, Filme, (Original-)Audio-Dokumente und einige Ausstellungsobjekte erzählen eindrucksvoll von dem, was die Bewohner Glienickes zu Zeiten der Berliner Mauer erleben mußten.

Den Eintritt von 8 EUR finde ich ein klein wenig zu hoch angesetzt, angesichts der kleinen Fläche und knapp 20 hochkarätiger Förderer aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Hat sich trotzdem gelohnt. Das Schloss und der Park, die nahe gelegene Glienicker Brücke sind eine kleine Reise wert.

Veranstaltungsort: Orangerie des Schlosses Glienicke, Königstraße 36, 14109 Berlin

 

Wenn ich wenig blogge ist das immer ein Zeichen für viel Arbeit. Wir haben das Jahr der Mauer. Am 13. August 1961 wurde der Bau der Berliner Mauer (damals noch ein Stacheldrahtzaun) begonnen. Fünfzig Jahre später gibt es dazu viele Gedenkveranstaltungen. Der Tag fällt glücklicherweise auf ein Wochenende, so dass viele Leute daran teilnehmen können. Auch wir werden uns an der Gedenkminute um 12 Uhr beteiligen.

Mit einigen Büchern zu dem Thema sind wir breit aufgestellt. Für Kinder gibt es “als die Mauer stand” für lesefaule “Die Berliner Mauer 1961 – 1989” mit DVD und in neun sprachen. Auch die Fluchten und die Dramatik der Zeit haben wir behandelt. Im Buch “Fluchthelfer” geht es um eine der größten Fluchthelfergruppen.  Unser Kunstvolles Buch “Die Berliner Mauer in der Welt” wurde in den vergangenen Tagen sowohl in einer

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Fotostrecke im Focus und eine

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Fotostrecke im Spiegel.

 

Die Torstraße ist eine beliebte Straße in Berlin Mitte. Für die einen ist es ein beliebter Punkt um morgens im Stau zu stehen, für andere ein schöner Ort zum Leben. Umzingelt von anderen gemütlichen Bezirken und nicht weit vom Mauerpark und der Oranienburgerstraße bietet sich ein Festival hier an.

torstraßenfestival logo

Nicht weniger als 25 Live-Acts auf 8 Bühnen gibt es auf dem Torstraßenfestival zu sehen. Das ganze gibt es am 3. September 2011 für unschlagbare 10€

Der Berliner Mauer wurden schon viele Ausstellungen gewidmet, aber wenige so schöne wie diese. Vom 5. August bis zum 3. Oktober 2011 kann man in Berlin Unter den Linden 40 in der 2. Etage die Ausstellung “Aus anderer Sicht” sehen.

Unter den Linden 40 Berlin

Täglich kann man die Ausstellung von 10 bis 20 Uhr sehen. Mit der Eintrittskarte der Ausstellung erhält man zusätzlich 20% Rabatt auf eine Eintrittskarte im Historiale BERLIN MUSEUM im gleichen Haus.

Die Frage ist naheliegend, aber ich hörte sie noch nie “Where can i buy the best Kebab in town?“. Nun, Dönerbuden gibt es genug. Aber in Berlin meiner Erfahrung nach zu viele billige und zu wenige günstige. Als Mahmut Aygün 1971 den ersten Döner am Bahnhof Zoo verkaufte hatte er den besten Döner Berlins. Andere sagen es war am Kottbusserdamm 79, also in Neukölln. Doch ist diese historische Bude die beste? Im Wedding gibt es die Dönerstation, welche auch immer gut ist. Oder die traditionellen Buden in Kreuzberg.

Ich schickte sie nach Kreuzberg uns sagte ihnen, sie mögen es selber raus finden. Die Richtung stimmte schon mal. Jemand eine andere Meinung?

Am Dienstag, 09. August 2011, um 19 Uhr findet in der Bundesstiftung Aufarbeitung in Berlin eine Veranstaltung im Gedenken an den letzten Mauertoten statt.

Neun Monate vor dem Mauerfall starb Chris Gueffroy. Er wurde an der Berliner Mauer auf der Flucht erschossen und ist das letzte Todesopfer des unmenschlichen Grenzregimes der SED-Diktatur. Chris Gueffroy war 20 Jahre alt, als er starb. Sein Name wurde zu einer Chiffre für das Sterben an der Berliner Mauer.

Wer war Chris Gueffroy? Warum wollte er nicht mehr in der DDR leben? Was trieb ihn und seinen Freund Christian Gaudian dazu, ihr Leben an der Berliner Mauer aufs Spiel zu setzen?

Der Filmemacher Klaus Salge fragt Karin Gueffroy, die Mutter des Toten, und seine Freunde nach Chris. Behutsam trägt der Film Schichten der Vergangenheit ab und zeichnet ein sensibles Porträt von Chris Gueffroy, seinem Leben in der DDR, seinen Träumen und kleinen Fluchten. Gefragt wird auch danach, was der grausame Tod an der Mauer mit der Mutter und den Freunden gemacht hat. Wie sie mit dem Verlust des Sohnes, des Freundes zurechtkamen und -kommen.

Das Leben von Karin Gueffroy erlitt damals einen radikalen Bruch: Aus einer mehr oder weniger zufriedenen DDR-Bürgerin wurde ein Opfer des Regimes. Mit ihrem Sohn starb auch »ihr Staat« – in dieser DDR konnte sie nicht mehr leben. »Erst wenn einem so etwas passiert, wacht man auf!«, sagt sie. Im September 1989 siedelte sie nach West-Berlin über – wo sie heute noch lebt. Die DDR ist mittlerweile verschwunden, ihr Schmerz aber bleibt.

Nach einer Begrüßung durch Dr. Anna Kaminsky wir der Film “Das kurze Leben des Chris Gueffroy” gezeigt. Der Dokumentarfilm von November Film, in Co-Produktion mit dem Rundfunk Berline-Brandeburg, wurde gefördert von der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Das anschließenden Gespräch mit Karin Gueffroy, Dr. Maria Nooke und Klaus Salge wird von Sven Felix Kellerhoff moderiert.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Überall sind Abmahnungen sehr beliebt. und sie werden immer beliebter. Kein Grund scheint abwegig genug, dass man nicht noch Profit draus schlagen könnte. Abmahnungen haben einen ganz klaren Platz in unserem Rechtssystem, aber der inflationäre Einsatz stört mich doch sehr.

Ein aktuelles Beispiel gibt es im Buchhandel: Dort wurden Buchhändler (Reihenweise) abgemahnt, wenn es in einem Buch das sie verkauften einen Urheberrechtsverstoß gab. Aus meiner Sicht ist das total unlogisch. Man kann dem Buchhändler (Man denke mal an eine Thalia Filiale) wohl kaum zumuten in jedem Buch jede Zeile zu Prüfen. Das hat schon ein ehemaliger Minister nichtmal bei der eigenen Promotion geschafft. Dass man an den Verlag ran treten muss, liegt auf der Hand.

Nun wurde vor dem Hamburger Landgericht ein Urteil erstritten, welches genau dies besagt. Leider ist es noch nicht rechtskräftig. Das Urteil im Volltext kann man beim Versandbuchhaendler.de runterladen.

Als Verleger und Buchhändler freut mich das Urteil. Im Laden kann man nicht alles prüfen, was man verkauft. Als Verleger habe ich genug Zeit und kann mich mit Verträgen wiederum gegenüber dritten absichern. Am einfachsten ist da immer noch alles selber zu machen. Aber es wurden ja auch schon Leute für die Verwendung ihrer eigenen Bilder abgemahnt.

Mitten in Berlin, an der Grenze von Mitte zu Kreuzberg, verlief einst die Mauer. Das Engelbecken war zubetoniert, hier war der Todesstreifen. Seit 1991 Engagieren sich Anwohner um diesen Teil Berlins wieder schön zu gestalten im Bürgerverein Luisenstadt. Ihre Arbeit trug schon so einige Früchte. Das Engelbecken ist wieder ein Teich in dem Schwäne wohnen, im Sommer kann man sich auf den Wiesen sonnen und das ganze Jahr im Cafe seine Getränke geniessen.

Engelbecken Berlin

Auch das SO36 wie man es kennt gibt es: Besetzte Häuser mit Nutzungsvertrag, einen Kinderbauernhof und eine Wagenburg. Kein Wiederspruch, in Berlin kann jeder nach seiner Facon seelig werden. Am Freitag, dem 6. Mai wird das “Wasserschloß” am Engelbecken mit einem Feuerwerk und weiteren Programmpunkten eröffnet. Das 20 Jährige Jubiläum wird ab 15 Uhr gefeiert.

Am Sonntag schrieb Beate Wedekind  in der Berliner Morgenpost über mich: “Enno Lenze ist gern auf der Überholspur. Der Unternehmer, 28, geboren im Ruhrpott, hat schon viel gemacht und erlebt in seinem Leben“. So einfach kann man das also zusammenfassen. Die letzte Woche hatte tatsächlich den Anschein. Um das Historiale BERLIN MUSEUM fertig zu bekommen waren wir jeden Tag bis Mitternacht vor Ort. Man glaubt gar nicht, wie viele technische Schwierigkeiten man mit DVDs, Mediaplayern und Monitoren haben kann. Welcher player kann welche Codecs? Welcher Monitor hat welche native Auflösung? Und wo passen VGA, HDMI oder DVI Kabel? Alles lösbar, aber langwierig. Dazu eine Menge Stromkabel und letzte Exponate.

Historiale Berlin Museum

Doch es hat sich gelohnt. Das Museum steht! Nun geht es wieder um das marketing in der schönen neuen Welt. Bei Facebook und Foursquare findet man uns, bei Qype und Yelp kann man bewerten. Nun laden wir die Blogger und Presse der Hauptstadt ein, sich das Museum anzusehen.

Doch wirklich ruhig wird es nicht. Die nächsten Bücher wollen gemacht werden, zwei Veranstaltungen warten und im kommenden Jahr wollen wir auf die ITB. Um es mit den Worten der Fehlfarben zu sagen: Keine Atempause, Geschichte wird gemacht!

In berlin gibt es pro Tag im Schnitt 6.7 Demonstrationen. Da die meisten in der warmen Jahreshälfte und am Wochenende stattfinden, kann es sich da ziemlich knubbeln. Wenn das Wetter gut ist sehe ich aus dem Büro 1-2 Demos an uns vorüberziehen. Mal große, mal kleine. Heute gab es wieder eine Temrinkolision. Die Berliner Eisbären sind deutscher Eishockeymeister geworden und Berlin tobt und feiert. Zeitgleich kommen die Ostermärsche, dieses Jahr im Zeichen des Atomausstieges. Als Nachbar von E.ON war bei uns eine Zwischenkundgebung. Da die Eisbären aber einen wahnsinnig Langen Korso hatten (Geschätzte 500 Straßen-Meter), kamen diese der Antiatom Demo ins Gehege.

Eisbären Autokorso und Antiatom Ostermarsch

Die Lösung war einfach: Der Autokorso für die Eisbären musste auf der Nordseite der Linden warten, während auf der Südseite der Ostermarsch vorbei zog. Es gab ein lautes Gefecht zwischen Tröten, Trommeln, Rasseln und Hupen bei dem es keinen klaren Sieger gab.